Die Begriffe Digitalkamera Megapixel dürfte in den vergangenen Jahren so gut wie jeder schon mal zu Ohren bekommen haben. Doch was sind die so genannten Megapixel genau und wozu werden sie eigentlich genutzt? Mit einem Megapixel bezeichnet man hauptsächlich eine Million Bildpunkte beziehungsweise Pixel. Dieser Begriff wird genutzt, um die Bildauflösung einer Digitalkamera zu messen. Demnach sind bei einer Digitalkamera Megapixel wichtig für die Auflösung. Die Angaben zur Auflösung sind oft hinter Abkürzungen wie MP oder Mpix zu finden.
In den vergangenen Jahren hat sich die Entwicklung der Bildsensoren unglaublich gesteigert. Demnach gibt es auf dem Markt kompakte Digitalkamera, die eine Auflösung von über zwölf Megapixel versprechen. Im selben Zeitfenster hat sich zudem auch die Größe der Bildsensoren halbiert. Das hat zur Folge, dass die einzelnen Bildpunkte eines Fotos acht Mal kleiner sind als vor wenigen Jahren.
Die meisten kompakten Digitalkamera Megapixel haben sich in den letzten Jahren vornehmlich in zwei Merkmalen verändert. Zum einen hat die Zahl der Bildpunkte auf inzwischen zumeist weit über 10 Megapixel (Stand Ende 2008) zugenommen; zum anderen wurden die Bildsensoren immer kleiner. Leider führen diese immer mehr werdenden Bildpunkte zu Fehlinformationen, die das so genannte Bildrauschen zur Folge haben. Um dieses zu verhindern, statten Hersteller ihre Kameras mit Entrauschungs-Programmen aus, die die Fehler ausgleichen.
Im Gegensatz dazu verfügen digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) durchweg über einen wesentlich größeren Sensor (meist APS-C mit ca. 350 mm²), der noch bei einer Auflösung von 37 Megapixeln eine Pixelgröße hat, die beispielsweise einer heutigen Digitalkamera mit nur 3 Megapixel entspräche. Rauschen ist bei diesen Kameras, die zudem nur eine Auflösung von 10 Megapixeln haben, daher kaum ein Thema. Ähnliche Sensoren werden auch bei einigen wenigen Kompaktkameras der oberen Preisklassen eingesetzt.
Der Vorteil einer kompakten Digitalkamera liegt also in der relativ kleinen Größe, während eine digitale Spiegelrelflexkamera die besseren Bilder macht. Ein relativ neuer Mittelweg ist der sogenannte Four-Thirds-Standard, bei dem eine Diagonale von 4/3", also eine Fläche von 225 mm² eingesetzt wird. Dieser soll die Herstellung von vergleichsweise preisgünstigen, aber dennoch rauscharmen Digitalkamera Megapixel ermöglichen.