Wasserhahn

Der Wasserhahn, in manchen Gegenden Deutschlands auch Wasserkran genannt, ist ein regulierbarer Zufluss für Wasser. Die Bezeichnung Hahn rührt vom ursprünglichen Prinzip des Absperrhahns her, bei dem das sogenannte Küken den Strömungsquerschnitt abschließt. Moderne Armaturen nutzen statt des Kükens einen Ventilteller (Platte mit Spindel), der senkrecht auf eine Dichtfläche gedrückt wird. Deshalb ist die Bezeichnung „Wasserhahn“ eigentlich auf das Absperrventil übergegangen.

Auch der neuere „Wasserhahn“ in Küche und Bad ist kein Absperrhahn, sondern eher ein Schieber. Hier werden zwei parallele Platten mit einem oder zwei Löchern übereinander verschoben. Liegen diese Löcher übereinander, fließt das Wasser. Alternativ kann auch eine gelochte Kugel zum Einsatz kommen. Das Prinzip: Durch Verschieben der Öffnungen fließt je nach Stellung Kaltwasser, Warmwasser oder eine Mischung aus beiden durch den Wasserhahn.

Moderne Armaturen im Haushalt sind Misch Armaturen, auch Mischbatterien genannt, mit der durch Mischung von kaltem und warmen Wasser die gewünschte Wassertemperatur erzielt wird. Diese Armaturen gibt es in einer großen Auswahl an Formen und Typen. Vor allem der Verwendungszweck und der Gebrauchsort, ob Küchen, Bäder oder Großküchen der Gastronomie legen Typ und Form fest.

In deutschen Haushalten werden immer häufiger Wasserhähne in Form von Einhebelmischern verbaut, früher waren zwei separate Wasserhähne (einer für kaltes und einer für warmes Wasser) verbreitet. Das hat den Nachteil, dass man sich für kaltes oder heißes Wasser entscheiden muss und keine Mischtemperatur wählen kann. Grund dafür ist der dort geringere Druck des Heißwassers.

Übrigens: Durch einen tropfenden Wasserhahn fließt pro Stunde bis zu einem Liter Wasser, also pro Minute etwa ein Schnapsglas. Dabei verursacht ein einzelner tropfender Wasserhahn aber keine Kosten beim Endverbraucher, da die Durchflussmenge zu gering ist, um vom häuslichen Wasserzähler erfasst zu werden.